Kosten und Wirtschaftlichkeit

In die Fassade integrierte Photovoltaik-Anlage

Immer mehr Architekten entdecken Solarmodule als ideale Architekturelemente für Dächer und Fassaden. Photovoltaik, von vornherein als Teil der Gebäudehülle geplant, ist in Kosten, Flächenbedarf und Anpassungsfähigkeit konkurrenzlos.

Kristalline Solarmodule benötigen eine Fläche von etwa 8 bis 10 m2 pro kWp Leistung.

Der Wechselstrom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist und durch den jeweiligen Netzbetreiber nach dem EEG (Erneuerbaren-Energien-Gesetz) vergütet. Der Anlagenbetreiber bezieht seinen Strom aus dem öffentlichen Netz über seinen Verbrauchszähler.

Die Praxis zeigt, dass sich besonders bei Nutzung zinsgünstiger Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gute Renditen erzielen lassen. Die Wirtschaftlichkeit einer netzgekoppelten Solaranlage hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, vor allem von Kosten und Ertrag der Anlage, ihrer Lebensdauer sowie den Darlehenskonditionen. Die Kosten werden wesentlich durch die Solarmodule und Wechselrichter bestimmt.

Typische Anlagen bringen eine „Solarernte“ von über 900 kWh pro kWp installierter Leistung im Süden und über 800 kWh im Norden Deutschlands. Sonneneinstrahlung und Wetter spielen eine große Rolle. Der Ertrag hängt außerdem von Lage und Ausrichtung der Module sowie von der Anlagentechnik ab. Südausrichtung, optimale Dachneigung, fehlende Verschattung, Hinterlüftung der Anlage sind wichtige Parameter. Etwa 2/3 des Jahresertrages werden in den Sommermonaten generiert. Man rechnet bei Photovoltaikanlagen im Durchschnitt mit 1.000 Volllaststunden im Jahr.

Ob sich eine Anlage lohnt, zeigt Ihnen zum Beispiel der Solarrechner der Energieagentur Brandenburg. Sie erfahren in nur wenigen Minuten, ob das Dach Ihres Gebäudes für eine Solarstromanlage in Frage kommt und ob sich der Einbau für Sie rentiert. Dabei werden alle Förderungsmöglichkeiten bis 2011 berücksichtigt.

Im Internet werden auch noch andere Programme für die detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung angeboten. So kann z.B. das Programm solarstrom.xls kostenlos von der Homepage des Umweltinstituts München heruntergeladen werden. Es liefert als Ergebnis den internen Zinsfuß,  der ein Maß für die Rendite ist. Als Betrachtungszeitraum werden 20 Jahre plus das Jahr der Inbetriebnahme angenommen.

Die Berechnungsprogramme sind sowohl auf privat betriebene, als auch auf gewerbliche Solaranlagen speziell zugeschnitten.

Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.