Heißes Wasser von der Sonne

Solarthermische Anlagen wandeln die Wärmestrahlung der Sonne direkt in warmes Brauch- und Heizwasser um. Die Anlagen können bei mittlerer solarer Strahlungsintensität von  1.000 kWh pro min Deutschland überall sinnvoll betrieben werden. Die Sonne als Energiequelle steht selbst bei bedecktem Himmel kostenlos zur Verfügung.

Ideal geeignet ist ein schattenfreies, zwischen Südost und Südwest ausgerichtetes Dach mit einer Neigung von 35° bis 50°. Steht nur ein Dach nach Westen oder Osten zur Verfügung, kann der Minderertrag durch eine etwas größere Kollektorfläche ausgeglichen werden. Die Kollektoren können auch auf Flachdächern oder an Wänden angebracht oder im Garten aufgestellt werden.

Wird eine Solaranlage von vornherein beim Bau des Gebäudes eingeplant, können bis zu 20 Prozent der Kosten im Vergleich zum nachträglichen Einbau eingespart werden. Beim Neubau sollte zumindest die nachträgliche kostengünstige Installation einer Solaranlage  (Rohrverlegung und ausreichend großer Warmwasser-Speicher) vorgesehen werden. Beim Gebäudebestand können Heizungsmodernisierung oder Dachsanierung optimal mit dem Einbau einer Solaranlage verbunden und bei Kopplung mit  einer Wärmedämmung des Gebäudes zusätzliche Fördergelder beansprucht werden. Im Neubaubereich geht die Entwicklung inzwischen hin zum energieautarken Wohnen. Ganzjahressolarhäuser könnten schon in naher Zukunft Baustandard sein.

Genehmigung von Solaranlagen

Thermische Solaranlagen für Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung

Thermische Solarkollektoren lassen sich auf fast allen Dächern installieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Montage: Aufdach-, Indach-, Fassadenmontage oder die Freiaufstellung. Wichtige Faktoren bei der Planung sind optimale Ausrichtung und Neigung der Kollektoren sowie deren optische und architektonische Wirkung. Dachanlagen in Standardausführung sind in Brandneburg, wie in den meisten Bundesländern, genehmigungsfrei. So sind Sonnenkollektoren ebenso wie Solarenergie- und Photovoltaikanlagen an Dach- oder Außenwandflächen gemäß Brandenburgischer Bauordnung genehmigungsfrei. Nur wenn die Anlage in Form, Größe, Standort, Beschaffenheit von baurechtlichen Normen abweicht, könnte eine Genehmigung erforderlich sein. Einzelheiten sind den Landesbauordnungen (LBO) der Länder zu entnehmen (www.bauordnungen.de). Besondere Regelungen können für sehr große Anlagen oder Kollektoren auf Freiflächen oder an Fassaden gelten. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist immer eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde einzuholen.

Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.