Dish-Sterling-Systeme

Auch bei Dish-Stirling-Anlagen wird die Solarstrahlung fokussiert. Der Parabolspiegel hat einige Meter im Durchmesser und wird dem Lauf der Sonne zweiachsig nachgeführt.

EuroDish-Stirling auf der Testanlage in Spanien

Ein Receiver nahe des Parabelbrennpunktes gelegen, empfängt die solare Strahlung und leitet sie als Hochtemperaturwärme weiter. Stirlingmotoren erhalten ihre Antriebsenergie von außen. Beide Zylinder des Motors sind gekoppelt, gasdicht und mit Helium als Arbeitsgas gefüllt. Während ein Zylinder außen erhitzt wird, bleibt der andere kühl. Durch die Druckdifferenz zwischen ihnen können die miteinander verbundenen und phasenverschobenen Kolben angetrieben werden. Das gekühlte Gas gelangt wieder in den heißen Zylinder, um sich dort ausdehnen und den Stirling-Kreisprozess anzutreiben. Mit der Kurbelwelle wird ein Generator bewegt, der den Strom liefert. 

Dish-Sterling-Systeme sind ideal für Insellösungen in ländlichen oder unzugänglichen Gebieten, ersetzen Dieselaggregate und können zu mehreren zusammengeschaltet werden. Sie liefern den Strom in einem Leistungsbereich von 5 bis 50 Kilowatt. Dish-Sterling-Systeme können auch bei geringerem Strahlungsangebot mit gutem Wirkungsgrad betrieben werden.

Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.